Fluglärm- Schutzgemeinschaft Nürnberg und Umgebung e.V.

Der Zweck der "Fluglärm-Schutzgemeinschaft Nürnberg und Umgebung e.V." ist die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens, insbesondere der Schutz der Bevölkerung vor Fluglärm und anderen nachhaltigen Auswirkungen des Flugbetriebes sowie der Schutz der Landschaft in der Umgebung von Flughäfen.


  • Stacks Image 275

  • Stacks Image 288

  • Stacks Image 289

  • Stacks Image 302

  • Stacks Image 318

  • Stacks Image 339

  • Stacks Image 351

  • Stacks Image 354

Unser BLOG
Diskutieren Sie mit:


Stellungnahmen der Abgeordneten zu Forderungen der Bürger zu nachhaltigen Fluglärmschutzmaßnahmen - Bundestagswahl am 24.9.2017







Nach Angaben des Umweltbundesamtes fühlt sich rund ein Viertel der deutschen Bevölkerung von Flugverkehr gestört oder belästigt. Es gibt einen eindeutigen Wirkzusammenhang zwischen Fluglärm und Herz Kreislaufer-krankungen und mentalen Erkrankungen. Neue Erkenntnisse der Lärmwirkungsforschung bestätigen zudem, dass dem Gesundheitsschutz mit den derzeitigen Gesetzen nicht ausreichend Rechnung getragen wird.
Außerdem erschwert Fluglärm Arbeiten und Lernen und mindert den Wert von Immobilien.
Ein besserer Schutz vor Fluglärm, aber auch die Reduzierung von Schadstoffen und Emissionen des Luft-verkehrs sollten daher zu zentralen umweltpolitischen Aufgaben einer neuen Bundesregierung werden.:

Ich bin damit einverstanden, dass meine Stellungnahme evtl. veröffent-licht wird:     Datum:……………………..Unterschrift:………………………………….
 
3
 
2
 
1
 
Meine Stellungnahmen: 1 = setze mich dafür ein; 2 = setze mich dafür nicht ein 3 = habe dazu kein Hintergrundwissen
                             

                           

1. Änderung des Luftverkehrsgesetzes:

· Festlegung eines Vorrangs des aktiven Schallschutzes vor passivem Schallschutz
· Höhere Gewichtung des Schutzes vor Fluglärm durch Luftverkehrsbehörden und
  Flugsicherheitsbehörden. Nachvollziehbare Sicherheitsbelange sollen dabei auch weiterhin  
  uneingeschränkt Vorrang behalten
· Etablierung eines allgemeinen Lärmminimierungsgebotes unter Beibehaltung der besonderen
  Berücksichtigung des unzumutbar von Fluglärm betroffenen Bereichs
· Verbesserung des gesetzlichen Schutzniveaus in der gesetzlichen Nacht mit dem Ziel, in sehr dicht
  besiedelten Gebieten und an besonders lärmsensiblen Standorten die Zahl nächtlicher Flugbewegungen
  kontinuierlich abzusenken und perspektivisch  ganz in den  Tagzeitraum zu verlagern.
· Einführung von Lärmobergrenzen und Lärmgrenzwerten für Dauerschall- und Einzelschallpegel als nach-
  haltig wirksame Instrumente und Anreizsysteme für leises Fliegen
· Ausbau und Sicherung der sächlichen und personellen Ausstattung der einzelnen Fluglärmkommissionen
  und Schaffung der erforderlichen Rechtsgrundlagen für die Dachorganisation  Arbeitsgemeinschaft
  Deutscher Fluglärmkommissionen

2. Änderung des Fluglärmschutzgesetzes und der nachgeordneten Verordnungen

· Absenkung der Schutzwerte des Fluglärmschutzgesetzes um mind. 5-10 dB(A),
  Aktuelle Anforderungen an einen verbesserten Schutz vor Fluglärm

3 Beseitigung der Schlechterstellung von Bestandsflughäfen gegenüber baulich wesentlich erweiterten
   Flughäfen

· Beseitigung der erheblichen Schlechterstellung des Schutzstandards von Bestandsgebäuden und von
  Gebäuden, für die früher bereits ein Anspruch auf die Erstattung passiven Schallschutzes bestand (z. B. im
  Rahmen freiwilliger Schallschutzprogramme
· Übernahme der Betriebs-, Unterhaltungs- und Erneuerungskosten für bewilligte passive Schallschutzmaß-
  nahmen
· Berücksichtigung von Innenpegeln anstelle von Außenpegeln , alternativ zumindest messtechnische
  Prüfung der Berechnungswerte aufgrund der Bauschalldämmmaße
· Erforderlicher Schlafschutz auch für Kindertagesstätten wie Kinderkrippen und Kindergärten (regelmäßige
  Nutzung auch tagsüber zum Schlafen)
· Sicherstellung einer hinreichenden Be- und Entlüftung der schallgeschützten Gebäude in der
  Nachtschutzzone sowie allg. bei schutzbedürftigen Einrichtungen
·    Erarbeitung eines ganzheitlichen Luftverkehrskonzeptes mit Betrachtung und Berücksichtigung der Lärm-
  und Umweltauswirkungen









 
4. Bereitstellung hinreichender Ressourcen für die Forschung und Planung lärmarmer Flugverfahren sowie
  die Entwicklung lärmarmen Fluggeräts bzw. lärmminimierender Umrüstkits

5. Schaffung einer deutschlandweit  zuständigen Stelle, die Lärmminderungsmaßnahmen an stark belasteten
   bundesdeutschen Flughäfen koordiniert und ggf. überwacht

6. Aktives Bemühen der Bundesregierung um ein koordiniertes europäisches Vorgehen bei der Verbesserung  
    des Schutzes der Bevölkerung vor Fluglärm (Internationalisierung aktiver Schallschutzmaßnahmen).
Kommentar schreiben







Wunsch nach dritter Piste für den Flughafen Wien Schwechat
Das Bundesverwaltungsgericht in Wien hat den Bau der dritten Piste am Flughafen Wien untersagt. Die Entscheidung überraschte. Die Richter argumentieren mit den Folgen für den Klimawandel.
 Tatsächlich überraschend war die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts (BVwG) Wien, dass die dritte Piste am Flughafen Wien-Schwechat untersagt hatte. Es war erstmalig, dass der Klimaschutz als Argument herangezogen wurde , um ein konkretes Vorhaben zu untersagen.
 Das BVwG hatte mitgeteilt, dass es den Antrag zur Errichtung der geplanten dritten Start- und Landebahn am Flughafen Wien-Schwechat abgewiesen habe. Das vor zehn Jahren eingereichte Projekt sei „im Zuge des Beschwerdeverfahrens einer neuerlichen umfassenden Überprüfung unter Beiziehung von Sachverständigen unterzogen“ worden.
Der zuständige Senat, der aus drei Richtern bestand, ist nach Abwägung der öffentlichen Interessen zum Ergebnis gekommen, dass das öffentliche Interesse am Schutz vor den negativen Folgen des Klimawandels, insbesondere durch die hohe CO2-Belastung, höher zu bewerten ist als die positiven öffentlichen (standort- und arbeitsmarktpolitischen) Interessen an der Verwirklichung des Vorhabens samt zusätzlichem Bedarf. Durch den Bau der dritten Piste und den erhöhten Flugverkehr wären nämlich die Treibhausgasemissionen Österreichs deutlich ansteigen, erklärten die Richter. Die positiven Aspekte des Projekts rechtfertigen die hohe zusätzliche CO2-Belastung nicht, so das BVwG.                                                                  Diese Argumente konnte der gegnerische Anwalt nicht nachvollziehen: „Klimaschutz, sofern er den Luftverkehr anbelangt, kann man nur mit Regelungen über den Luftverkehr bzw. die Luftfahrzeuge beeinflussen, aber doch nicht mit dem Verbot einer dritten Piste. Die Flugzeuge werden damit doch nicht weniger. Es wird ja nicht weniger geflogen werden. Die Flugzeuge landen halt nur anderswo, in München, in Frankfurt oder in Bratislava. Man dürfte dann weltweit keinen Flughafen mehr bewilligen. Mir ist nicht klar, was diese Entscheidung für den Klimaschutz bringen soll.“
Gegen die Entscheidung des BVwG ist kein ordentliches Rechtsmittel mehr zulässig. Das BVwG hielt nämlich fest, dass sich im gesamten Verfahren keine grundsätzlichen Rechtsfragen gestellt hätten und ließ daher eine ordentliche Revision nicht zu. Der Flughafen will sich dennoch wehren und sich an den Verwaltungsgerichtshof (VwGH) wenden, teilte ein Sprecher noch gestern mit. Das kann er im Zuge einer außerordentlichen Revision machen. Allerdings behandelt der VwGH solche Revisionen nur, bei denen die Entscheidung von der Lösung einer Rechtsfrage von „grundsätzlicher Bedeutung abhängt. Das verneinte der VwGH aber bisher in der ganz überwiegenden Anzahl der Fälle.

Die dritte Piste

Der Flughafen argumentierte mit wachsenden Flugbewegungen. Nach der im Erkenntnis zitierten Verkehrsprognose liegt der Verkehrsbedarf in Wien im Jahr 2025 bei 37 Millionen Passagieren und 415.000 Flugbewegungen. Dies entspreche einem Wachstum gegenüber 2008 von 87 Prozent bei den Passagieren bei einer Wachstumsrate von durchschnittlich 3,8 Prozent pro Jahr, und 42 Prozent bei den Flugbewegungen, was eine durchschnittliche Wachstumsrate von 2,1 Prozent pro Jahr ergibt. Ein Großteil des Passagierwachstums werde zwar durch eine steigende Flugzeuggröße beziehungsweise durch eine steigende Anzahl von Passagieren pro Flug erzielt, aber Bedarf bestünde weiterhin.
Irgendwie kommt einem diese Argumentation bekannt vor, so auch am Nürnberger Flughafen, wo es um die Steigerung der Flüge geht, vor allem Nachtflüge. Ähnliche Argumentationsketten bauten auch die Autokonzerne im Zusammenhang mit dem Dieselskandal auf. Der Blick in die Zukunft und für’s  Gemeinwohl sieht aber anders aus.
Kommentar schreiben












Seelische Leiden nehmen stark zu… Ursache dröhnende Natur!
                                                                    
„Die Zahl der Arbeitsausfälle wegen psychischer Probleme hat sich in  den letzten vergangenen zehn Jahren fast verdoppelt“ so war es in der Nürnberger Zeitung zu lesen.  Weiter  war so lesen, dass die seelischen Leiden im gleichen Zeitraum um 79,3 % ge-stiegen waren und die Anzahl der dadurch bedingten Ausfallzeiten 2016 25,7 Tage betrug.  
Was sind die tieferen Ursachen? Zeit ist heutzutage ein Machtinstrument (nach Rosa) für die ar-beitenden Menschen geworden, weil sie alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens durchdringt. Sie haben das Gefühl, dass Zeit immer knapp ist und sich überall beeilen müssen, um etwas rechtzeitig zu schaffen. Nicht umsonst ist hier das Handy und die ständig angebotene Vielzahl von Uhren ein Symbol dafür. Diese Art von Zeitdruck wirkt beim Arbeiten, in der Freizeit und sogar im Urlaub. Das Problem liegt also darin, Ruhe zu finden, sich nicht geforderte  Zeit zu gönnen!  Wer in der Stadt lebt, hat sich auch meist an den Lärm, die Belärmung,  gewöhnt. Das Hintergrundrauschen reißt nie ab. Lärm von Autos und Flugzeugen hallt sogar bis weit in entlegene Naturgebiete. Dieser Lärmteppich belastet nicht nur das Ökosystem, sondern besonders den Menschen. Er hat nirgends die Ruhe, die Stille. Doch dies brauchen die Menschen und besonders das Gehirn für die gesundheitliche Regeneration, stellen immer wieder wissenschaftliche, ärztliche Untersuchungen und Gutachten fest. Wiederholte Beschwerden von Bürgern über  Glocken, Kneipen- oder Spielplatzlärm zeigen eigentlich nur, dass die Lärmverschmutzung schon so weit fortgeschritten ist, dass man es nicht mehr aushalten kann. Wenn z. B. der Nachtfluglärm am Nürnberger Flughafen um 13% zunimmt hat dies Aus-wirkungen auf das Schlaf- und damit Entspannungsverhalten der betroffenen Bürger.  

Warum muss man Zeit sparen, um nachts zu fliegen? Es ist der Anbieter, also der Flughafen, der auf die gewinnmaximierenden Wünsche von Fluggesellschaften eingeht, vor allem von Billigfliegern. Würde man endlich wirtschaftliche Überlegungen im Sinne einer  Umwelt und menschlich betrachteten Gesamtbilanz sehen (siehe Fehltage und psychische Probleme), würde man erkennen, dass Berücksichtigung des Allgemeinwohls sich rechnen würde.  Es wäre ein entscheidender Schritt Artikel 1 des Grundgesetzes Wirklichkeit werden zu lassen: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlicher Gewalt.“ Hierunter fällt auch die Verpflichtung, die körperliche Unversehrtheit  zu schützen und dies dem Ziel der Gewinnmaximierung vorzuziehen.




Kommentar schreiben



Terminmitteilung der Vorstandssitzungen

 

 

Terminmitteilung der Vorstandssitzungen

Liebe Mitglieder der Fluglärm-Schutzgemeinschaft und Interessierte … oder verärgerte Fluglärmbetroffene

 

An folgenden Terminen haben wir Vorstandssitzungen, zu denen wir SIE – wie immer - gerne einladen möchten, wenn SIE Interesse an unserer Arbeit haben oder Probleme , Gedanken, Beschwerden, Lösungsvorschläge einbringen .... oder, uns einfach näher kennen lernen wollen!

 

 

 

 

 

Mittwoch 20.09.2017

Mittwoch 18.10.2017

Mittwoch 15.11.2017

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  1. Nürnberg, Kulturladen Ziegelstein, Ziegelsteinstr. 104 ( Tel.: 0911 5254629)

Zeit: 18.30 Uhr

 

Die Vorstandschaft der Fluglärm-Schutzgemeinschaft

Fluglärm-Schutzgemeinschaft e.V.

 

 

Kommentar schreiben



Wenn beim Flughafen nur mit Kerosin gedacht wird.(„Müssen mit Kerosin im Gehirn denken“ ( Aussage Söder).pdf



Kommentar schreiben



Wenn beim Flughafen nur mit Kerosin gedacht wird. („Müssen mit Kerosin im Gehirn denken“ ( Aussage Söder).pdf

Wenn beim Flughafen nur mit Kerosin gedacht wird! („Müssen mit Kerosin
im Gehirn denken" ( Aussage Söder).

Die Macht der Fluglobby zeigt sich deutlicher denn je in dem
NZ-Zeitungsartikel vom 22.04.17. Der Gewinn, die zunehmende
Passierzahl, das Totschlagsargument der Ar-beitsplätze steht im
Mittelpunkt der Be-trachtungen. Keine Reflexionen darüber, dass die
Billigflieger, mit ihren sehr fragwürdigen und sozialschädigenden
Geschäftspraktiken ( siehe Reportage Billigflieger - ARD - 22.45 Uhr,
23.03.2017), dem Flughafen Nachtflüge auf-drängen, um ihre Flugläufe
optimieren zu können. Dass unter diesen Bedingungen irgendwelche
Flughafenanwohner um ihren nächtlichen Schlaf gebracht werden findet
dabei keine Berücksichtigung. Dabei sollte man die Touristen schon
fragen, warum sie dem Lärm unseres Landes ent5fliehen wollen, um
ruhevolle Erholung bei Sonne in der Ferne zu suchen. Schuldig an
dieser Entwicklung machen sich gerade auch der Staat Bayern und die
Stadt Nürnberg, in deren Hand eine bürger-freundliche Entscheidung,
durch rigorose Nachtflugbeschränkungen, möglich wäre. Umwelt- und
Klimaschutz ist leider monentan eine Fehlanzeige und dies bei der
Bewerbung der Stadt der Menschenwürde für eine Kulturhauptstadt.
Kommentar schreiben



Neues Umweltrecht ... bringt es was?

Umweltrecht

Umweltverträglichkeitsprüfungen sollen klarer und transparenter werden

Kabinett beschließt Novelle des UVP-Gesetzes

 

Das Bundeskabinett hat heute auf Vorschlag von Bundesumweltministerin Barbara Hen­dricks den Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung des Rechts der Umwelt­verträg­lichkeitsprüfung beschlossen. Verbesserungen gibt es Insbeson­­dere bei der Öffentlichkeits­beteiligung. Bürgerinnen, Bürger und Verbände können die UVP-Unterlagen künftig über zentrale Internetportale des Bundes und der Länder einsehen. Gleichzeitig werden die Vor­schriften des UVP-Gesetzes neu gegliedert und klarer gefasst. Dadurch wird eine Umge­hung der UVP durch die sogenannte „Salamitaktik" verhindert.

 

Die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) ist ein wichtiges Instrument des Umweltschutzes und der Umweltvorsorge. Industrieanlagen (z.B. Kraftwerke, Chemiefabriken und große Tierhaltungsanlagen) und Infrastrukturprojekte (z.B. Autobahnen, Eisenbahnlinien oder Flughäfen) dürfen nur genehmigt werden, wenn die Umweltauswirkungen, die von dem Vorhaben ausgehen können, zuvor in einem systematischen Prüfverfahren ermittelt, beschrieben und bewertet worden sind. Wichtiger Bestandteil der UVP ist auch eine Öffentlichkeitsbeteiligung.

 

Mit dem heute beschlossenen Gesetzentwurf zur Modernisierung des Rechts der Um­welt­verträglichkeitsprüfung werden das UVP-Gesetz und andere Vorschriften an die neuen europäischen Standards angepasst. Die neue Richtlinie sieht unter anderem Verbesse­rungen bei der Öffentlichkeitsbeteiligung vor. Künftig soll die Information der Öffentlich­keit verstärkt auf elektronischem Wege erfolgen. Hierfür sollen im Bund und bei den Ländern jeweils zentrale Internetportale eingerichtet werden. Damit erhalten die Bürgerinnen, Bürger und Umweltverbände auf unkomplizierte Weise direkten Zugang zu den UVP-Unterlagen über das Internet.

 

Darüber hinaus sollen die UVP-Vorschriften insgesamt vereinfacht, klarer und anwender­freund­licher ausgestaltet werden. Die Novelle wurde deshalb auch in das Programm der Bundesregierung für bessere Rechtsetzung aufgenommen. Mit diesem Anspruch kommt der Gesetzentwurf einem dringenden Bedürfnis der Praxis nach.

 

Mit der Neufassung sollen zugleich bisherige Umgehungsmöglichkeiten durch die soge­nannte „Salami-Taktik" beseitigt werden. Bislang konnten Investoren einer UVP-Pflicht entgehen, indem sie ein großes Vorhaben in mehrere kleine Vorhaben aufteilten, die nacheinander zugelassen wurden.

 

Mit dem neuen Gesetz soll auch in solchen Fällen künftig eine Umweltverträglichkeitsprüfung Pflicht sein. Wenn Bundestag und Bundesrat das Gesetz zeitnah verabschieden, können die Regelungen noch vor der Sommerpause in Kraft treten.

 

Den Gesetzentwurf finden Sie unter www.bmub.bund.de/N54005

 

Kommentar schreiben



Tag gegen Lärm


Kommentar schreiben



Tag gegen Lärm.pdf

Kommentar schreiben



Mitgliederbrief cor


                                                                  
                                       




                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 
1. Alles hat zwei Seiten – eine fehlt: Fluglärm

Es ist schon erstaunlich, wie werbewirksam in der Nürnberger Presse der Airport hochgelobt wird. So geschehen in einem Artikel vom 01.03.17 „Nürnbergs Airport im Höhenflug". Die berühmten Nebenwirkungen blieben dabei ungenannt. Dieser Bericht hätte durchaus nennen können, dass trotzdem das wirtschaftliche Defizit, finanziert aus Steuergeldern, sich nicht wesentlich verringern wird und dass, der Zuwachs durch Nachtflüge gefördert wird.
Deshalb hatte der 1. Vorsitzende folgenden Leserbrief am 02.03.17 an die Presse geschrieben.

Wie erfreulich, der Flughafen-Chef Michael Hupe kann großseitig seine steigenden Zahlen im Passagierwachstum am Nürnberger Airport verkünden. Er träumt sogar von zweistelligem Wachstum. Wie dieses zustande kommt und welche „ Nebenwirkungen" dies für die Bürger hat, wird nicht - leider auch nicht von der Zeitung - dargestellt. Es ist der vermehrte Einsatz von Billigfliegern wie Ryanair oder andere. Dass diese Low-Kost-Flieger dem Flughafen ihre Bedingungen und Nachtflugmöglichkeiten diktieren, ist hinlänglich bekannt. So werden beispielsweise auch der griechischen Fluggesellschaft Aegan Flüge in der Nacht ermöglicht. Hupes Vorgänger, Herr Krüger, hatte sich lange gegen den politischen Druck gesträubt, diese Entwicklung einzuläuten. Die durch zahlreiche Studien bewiesene gesundheitliche Schädigung der Flughafenanrainer ( besonders der Kinder) durch Nachtfluglärm wird dabei billigend in Kauf genommen. Optimierung wirtschaftlicher Belange statt des grundgesetzlichen Anspruchs auf körperliche Unversehrtheit. Dazu gehört auch der ungestörte Nachtschlaf! „Lärmverschmutzung" ist fast schon der größere Anteil  an der Umweltverschmutzung. Ärzte können gesundheitliche Schäden behandeln, Lärm ist aber der einzige Risikofaktor, den weder der Arzt noch der Patient beeinflussen kann, sondern nur die Politik. Als Anteilseigner des Airports  hätte der Bay. Staat und die Stadt Nürnberg ausschließlich die Möglichkeit, gerade als Stadt der Menschenrechte, den Nachtfluglärm zu stoppen. Sie tun es nicht und stellen sich nicht der Verantwortung für Natur und Mensch. Irgendwann werden Generationen sie zur Verantwortung ziehen, auch weil sie nicht den Mut zur Vorreiterrolle hatten.


 

Herr Lux freut sich jedes Jahr in seinem Lärmschutzbericht verbal hervorheben zu können, dass die Zahl der Lärmbeschwerden zurückgegangen ist. Auch auf der Internetseite des Flughafens selbst steht:

"Auch im zurückliegenden Jahr konnte der mittlere Dauerschallpegel auf konstant niedrigem Niveau gehalten werden. In diesem erfreulichen Ergebnis spiegelt sich die anhaltende Tendenz zum Einsatz lärmarmer Flugzeugmuster wider. Die Beschwerdestatistik des Luftamtes Nordbayern belegt, dass die Anlieger unsere Bemühungen honorieren."
siehe: 
http://www.flughafen-nuernberg.de/laermmessung 

2. Erschreckende Belastung, ein Bericht in der SZ vom 07. März 2017

Die Haltung der Bundesregierung und der Autolobbyisten im Fall des Diesel-Skandales zeigt die Bevorzugung der Lobbyisten, mit der Begründung der Arbeitsplätze. Doch wenn wir die Umwelt so schädigen, dass Überleben unmöglich wird, dann erübrigt sich die Frage nach Arbeitsplätzen. An den Amtseid sei erinnert: …"Schaden von ihm wenden"…( dem Volk)
Ein Bürgerverein aus Freising maß hohe Konzentrationen von Ultrafeinstaubpartikeln in der Luft und macht den nahen Flughafen dafür verantwortlich. Eine Freisinger Lungenärztin nannte solche Feinststäube "hochgefährlich und hochbrisant".Nach 15 absolvierten Messfahrten, mit einem selbst finanzierten Messgerät, wurde klar: Die Belastungen mit Feinststäuben ist erschreckend hoch. Als Verursacher hatte der Bürgerverein eindeutig den nahen Münchner Flughafen ausgemacht. Straßenverkehr und Hausbrand seien zu vernachlässigen gewesen. Denn je näher man an den Flughafen herankomme, desto höher sei die Konzentration der Ultrafeinstaubpartikel. In Lerchenfeld habe man am 7. Januar das 19-fache der Grundbelastung von 2500 bis 3500 Ultrafeinstaubpartikeln pro Kubikzentimeter Luft gemessen. Die höchste Belastung habe die Messung am Terminal 1 ergeben: 115 000 Kleinstpartikel pro Kubikzentimeter Luft. Was folgte ist allzu bekannt in der  Beschwichtigungspolitik von Verursachern.                                                                                             Die Flughafen GmbH negiere diese Messergebnisse. Sie verteile Hochglanzprospekte, betreibe Luftgüte- statt Schadstoffmessungen und verbreitete, der Flughafen sei im Einsatz für gute Luft. An den drei Messstationen der FMG wurde jedoch nur der Feinstaub gemessen, nicht aber Ultra-feinstaub, denn dafür, so hießt es, gebe es keine gesetzlichen Grenzwerte und damit auch keine Notwendigkeit für Messungen.                                                                                                           Jedoch schilderte die Lungenärztin, dass weniger der Feinstaub die Menschen belaste, weil der in der Regel ausgehustet werde. Vielmehr ergäben sich schwere Belastungen des menschlichen Körpers durch Ultrafeinstaub, dessen Partikel "lungengängig" seien. Die Partikel wanderten bis an die kleinsten Verästelungen der Blutbahn und lösten Atemwegserkrankungen, Allergien, Bronchitis, Lungenkrebs, koronare Herzerkrankungen, Gehirntumore, Leukämie und Alzheimer aus. Diese Feinststäube seien "hochgefährlich und hochbrisant", weshalb in einer ohnehin hoch belasteten Region alles daran gesetzt werden müsse, "dass durch den Bau einer dritten Startbahn nicht noch mehr hinzu kommt". Daraus erfolgten sinnvolle Aussagen des Bürgervereins: Reduzierung des Flugverkehrs, keine Flüge mehr zu Zielen unter 500 Kilometern, keine subventionierten Flüge, keine dritte Startbahn. Anspielend auf eine vom Münchner Flughafen Chef Michael Kerkloh gemachte Aussage zum Bau einer dritten Startbahn, wonach die Anwohner erkennen müssten, "dass sie ein lohnendes Opfer für die Gesamtgesellschaft" brächten, rief ein Bürger des Vereins: "Wir wollen kein Opfer der Gesamtgesellschaft sein."                                     
Und wie steht es um Nürnberg? Seit Jahren leidet die Stadt unter Feinstaub und CO², aber bei den großen Grippebelastungen in letzter Zeit ( Krankenhäuser überfüllt) wird zu dieser Tatsache keine Beziehung hergestellt. Es wäre eigentlich die Aufgabe des Umwelt-und Gesundheitsamtes hier Ursachenforschung zu betreiben und Maßnahmen anzumahnen.





3. Reportage Billigflieger - ARD - 22.45 Uhr, 23.03.2017
 Leiharbeit in der Flugwirtschaft:

für mich war die Sendung ein Beweis meiner Befürchtungen. Die Fliegerei ist ein weiterer Sek-tor, bei dem das Potential zur Kosteneinsparung am Personal entdeckt wurde. Leiharbeit nun auch im Cockpit.  Wobei es sich da eher um Scheinselbstständigkeit handelt – und der Pilot nur dann entlohnt wird, wenn er zum Dienst antritt, also im Zweifelsfall er sich überlegt, ob er krank ist oder sich vielleicht doch lieber mit Aufputschmittel „flugtauglich" hält. Wenn man mit sol-chen menschenverachtenden Arbeitsmodellen nicht mal mehr vor Jobs im Hochsicherheitsbe-reich zurückschreckt, ist das alarmierend:  Es wird sich vermutlich nichts ändern bis mal ein Flie-ger abstürzt und es Tote gibt.  Aber nicht einmal die Politik tut etwas und Verfahren gegen Ryanair werden eingestellt.  Im selben Atemzug werden die erneuerbaren Energien und die Elek-tromobilität gepredigt und  wird Fliegen zu immer billigeren Dumpingpreisen  Vorschub ge-leistet. So wie die die Politik nur halbherzig reagiert , wenn die Autoindustrie uns mit falschen Abgaswerten an der Nase herumführt, denn - gerade  in Wahlkampzeiten kommt „Arbeitsplatz-sicherung" immer gut an. Es wird mit den existentiellen Ängsten der Menschen  gespielt – ohne die weitreichenderen Folgen, zum Beispiel für die Gesundheit zu bedenken. Um Arbeitsplätze zu schaffen wurden schon mal kräftig Autobahnen gebaut und viel Geld in die Rüstungsindustrie ge-steckt  - letztlich mit verheerenden Folgen für Leben und Gesundheit!

3. Tag gegen Lärm: Am 26. April 2017 findet der 20. Tag gegen Lärm – International Noise  Awareness Day statt. "Akustische Vielfalt in Deutschland" ist das Motto für den diesjährigen Tag gegen Lärm
    
     Lärm stört und kann Menschen krank machen – be-sonders Kinder. Krach kann sich negativ auf ihre Entwicklung und die schulischen Leistungen aus-wirken. Als Folge chronischer Lärmbelastung können körperliche und seelische Stressreaktionen auftreten. Ruhe hingegen fördert das Wohlbefinden, die Ge-sundheit und die Lernfähigkeit. Am Tag gegen Lärm 2017 sollen die Auswirkungen von Lärm auf Kinder im Fokus stehen. Kinder brauchen für eine gesunde Ent-wicklung eine "gesunde" Umgebung - ganz im Sinne von Ruhe fördert.

Wie reagiert das Ohr?

    ab 35 dB
Aktivierung des zentralen und vegetativen Nervensystems, Störungen von Entspannungsphasen und von Schlaf sind möglich
    ab 55 dB
Beeinträchtigung der Kommunikation und der akustischen Orientierung, Störung konzentrierter Arbeit möglich
  unter 70 dB
Gehörerholung bei genügend langen Pausen
 mehr als 85 dB
Beginn der Gehörschädigung und bei Langzeiteinwirkung Gefahr der Zerstörung der empfindlichen Zilien (Sinneszellen) im Innenohr
105 - 120 dB
zunehmender Gehörschaden
mehr als 120 dB
Schmerzempfindung

Machen Sie mit und nehmen Sie den Tag gegen Lärm war! Tragen Sie Ihren Anteil durch Lärmvermeidung bei!




Die Nachtschließungen 2017 finden Sie auf unserer Homepage


Weniger Fluglärm Nachtfluglärm muss weg ein Recht auf Nachtruhe muss her !

Die geringer werdenden Fluglärmbeschwerden werden vom Flughafen als Zufriedenheit mit dem Flughafen interpretiert.
Doch wer schweigt, stimmt indirekt dem Fluglärm zu. Vergessen Sie deshalb nicht unsere Vereins-Vision gegen den Fluglärm, besonders gegen den Nachtfluglärm zu kämpfen. Diese Vision können Sie immer wieder aktiv unterstützen, wenn Sie als betroffenes Mitglied sich wenigstens einmal im Jahr beim Fluglärmschutzbeauftragten, Herrn Lux, über ihr Lärmereignis beschweren.
 





















Kommentar schreiben



Nächste Seite...

Kontakt:
Fluglärm-Schutzgemeinschaft Nürnberg und Umgebung e.V.
Vereinsregister 1134
Klaus Restetzki, 1. Vorsitzender
Falterweg 17b, 91227 Leinburg
Web:
http://www.fluglaerm-schutzgemeinschaft.de
http://www.nachtflug.info
Mail:
kontakt@fluglaerm-schutzgemeinschaft.de
Bankverbindung:
Sparkasse Nürnberg
IBAN: DE11760501010001400128
BIC: SSKNDE77XXX

Version :: 1.15.12 :: Webdesign :: jr